Online-Kundenempfehlung & Hotelbewertungen: Eine Bestandsaufnahme
23. November 2009 at 8:10 pm | In Allgemeines | 2 CommentsTags: hotelbewertungen, online käufer, online kundenempfehlungen
Online-Kundenempfehlungen haben sich als wichtige Social Media Funktion etabliert. Der Gäste verlässt sich immer weniger auf die Versprechen der Hotels sondern bringt bei der Online-Buchung ein großes Maß an Skepsis mit.
Rund 66 Prozent aller User haben schon einmal einen Web-Shop verlassen, da dieser ihnen zu wenig vertrauenswürdig erschien[1]. Trotz ihres Interesses wurden diese Kunden nicht zum Käufer. Dem Problem der Kaufzurückhaltung könnten Kundenbewertungen und Online-Hotelbewertungen als vertrauensbildende Maßnahmen entgegenwirken. Die folgenden Studienergebnisse belegen diese Aussage:
- Bewertungen erhöhen die Zufriedenheit beim Einkauf um 21 Prozent und die Kundenbindung um 18 Prozent[2].
- Von 2.000 Käufern fanden 92 Prozent die Beurteilungen durch andere Kunden “äußerst hilfreich” oder “sehr hilfreich“[3]
- 71 Prozent der Onlinekäufer lesen Beuteilungen, davon lassen sich 77 Prozent bei der Kaufentscheidung beeinflussen[4]
- Eine Studie aus den USA (Universität von Nebraska) brachte die Erkenntnis, dass alleine das Vorhandensein authentischer Kundenmeinungen den Umsatz um bis zu 26 Prozent steigern kann[5].
- 91 Prozent nennen von Kunden generierte Inhalte als die wichtigsten Informationsgrundlage bei der Kaufentscheidung[6]
Hotelbewertungsplattformen zeigen den immensen Einfluss des aktiven Konsumenten und die dadurch entstehenden Marktkräfte. Die Marktkräfte in der Hotellerie verschieben sich zusehends zugunsten des Gastes. Buhalis argumentiert: Never before consumers have had as much power as they have today and never before could consumers influence their tourism product more than in the 21st century[1].
[1] vgl. Buhalis, 2003, S. 326
[1] vgl. Internet World Business, Trendscout, August 2007
[2] vgl. Foresee Results Study, Januar 2007
[3] vgl. eTailing Group, 2008
[4] vgl. Forrester & Jupiter Research, 2008
[5] vgl. Kuban, 2008
[6] vgl. JC Williams Group, 2006
Viele Wege führn nach Rom, doch nur einer führt zum DDA Fachwirt Online Marketing BVDW
16. November 2009 at 10:10 am | In Allgemeines | 4 CommentsTags: BVDW, deutsche dialog akademie, fachwirt online marketing, online marketing ausbildung, online marketing seminar, online marketing studium
Alle Wege führen nach Rom, lautete ein altes Sprichwort. (Fast) alle Wege führn zu Google, lautet die Maxime im Online Markting . Doch wie lautet die Maxime im Bereich des Online Marketing Studium im deutschsprachigen Raum?
Nach den “Neun härtesten Monaten meines Lebens”, wie unser Studiengangsleiter Prof. Hans Jörg Zimmerman zu sagen pflegte, kann ich nun ein Fazit ziehen. Und das lautet: Alle Wege führn zum Fachwirt Online Marketing BVDW.
Nach 42 Vorlesungstagen, 21 Wochenenden in München, 15 Referenten, mehr als 200 Stunden Anreise Wien – München, Projektarbeit für cosmosdirekt.de, Diplomarbeit, mündliche Prüfung und nicht zuletzt 8.000 € Studiengebühren und 3.500 € Reisespesen, wahrliche eine Herausforderung für Körper, Geist und Brieftasche. Eine berufsbegleitendes Studium ist eben kein Kindergeburtstag!
Umso größer war unsere euphorische Freude als wir am 13. November 2009 im Parkhotel Gütersloh unsere DDA-Diplome überreicht bekamen. Der Schlüssel zum auserwählten Kreis der DDA – Alumnis, die sich in der digitalen Wirtschaft inzwischen einen sehr guten Namen gemacht haben. Nach der offiziellen Eröffnung von Dr. Holland, Herrn Fortmann uvm. wurden wir abwechselnd mit einen Gang des Abendessen und einer Verleihung unterhalten.

Müncher Runde - Fachwirt Online Marketing BVDW 2009 - Gütersloh
Nach und nach entwickelte sich der Abend von einer stimmungsvollen Feier zu einem rauschenden Fest. Die Freude kannte keine Grenzen, wie uns Ertan mit seinen geliehen Ehrenpreis von Erwin Hof (beste Diplomarbeit, bester Student München) eindrucksvoll bestätigt.
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Ertan mit Diplom - Fachwirt Online Marketing - Gütersloh 2009
Die großzügige Einladung auf Freigetränke fand bei den frisch gebackenen Fachwirten regen Anklang und wurde auch euphorisch in Anspruch genommen. Die Party dauert bis in die frühen Morgenstunden, gegen 4:00 Uhr wankte ich ins Bett.
Wenn ich nun die letzten 9 Monate zurückblicke kann ich zu meinem Online Marketing Studium sagen:
- Ich hatte hochkarätige Vortragende aus der Praxis, meist Agenturchefs oder Bereichsleiter. Als Profis die ihr Geschäft sichtig verstehen. Sie haben uns den neuesten Stand sowie die Erfolgslogik für ihr jeweiligen Online-Marketing Bereich nähergebracht. Anhand von Cases und Fallbeispiele wurde vor allem praktische Aspekte und Anregungen für die eigenen Umsetzung gegeben. Wo kommt man sonst so einfach die Creme de la Creme der dt. Online Wirtschaft ran?
- Besonders positiv ist die kleine Gruppengröße und persönliche, familiäre Atmosphäre unter den Studenten und im Dialog mit den Referenten. Wir aus München ware 11 Studenten. Somit hatten wir alle die Gelegenheit viele Fragen zu stellen und bei Praxisbeispielen unser eigenen Unternehmen einzubinden. Diese praktischen Learnings (zB. Seo Analyse der eigen Webseite) haben die Studiengebühren für unsere Arbeitgeber mit Sicherheit schon eingespielt.
Wer also in der Zukunftsbranche arbeiten möchte und in möglichst kurzer Zeit professionelles, praxisnahes Online-Marketing Wissen aufbauen möchte, kann ich das Studium jederzeit sehr ans Herz legen. Vor allen hat das Studium schon einen guten Ruf in der Wirtschaft, somit sollten Gehaltsverhandlungen auch einen positiven Verlauf nehmen.

DDA-Verleihung Fachwirt Online Marketing - Studiengang München 2009
Copyright: Bärbel Edel – Marketing Kitchen
Für weitere Informationen und authentischen Erfahrungsberichten könnt ihr euch jederzeit bei mir melden oder einfach auf die Facebook - DDA Fachwirt Online Marketing BVDW – Connect schauen.
Ab in die Nische: Wie Familienhotels von quax.at profitieren:
11. November 2009 at 6:11 pm | In Allgemeines | Leave a CommentTags: österreich, familienhotel, familienregion, familientipps, freizeittipps, pois, quax.at
Special-Interest Communities sind in aller Munde. Hier darf ich mal zur Abwechslung eine richtig hilfreiche vorstellen: Für Anwender als auch für Werber; Quax.at: Das Österreichische Portal für geocodierte Informationen rund um das Thema Familie.
Quax.at zeigt für mich eindrucksvoll wie durch einen klare Spezialisierung auf Familien in Kombination mit innovativer Kartentechnologie (auf Basis von Goolge Maps), ein echter Mehrwert für Familien geschaffen wird. Mitunter ist die hochwertige Familienzielgruppe für Hotels und Regionen auch interessant:
- ca. 70.000 UU im Monat
- 82 Prozent davon sind Frauen
- 75 Prozent sind zwischen 30 – 40 Jahre
- 72 Prozent haben 1-2 Kinder
- 55 Prozent haben Kolleg- oder Hochschulabschluss
Quelle: Mediadaten quax.at, November 2009
Mehr als 6000 Familien-POIs aus Österreich (Hotels, Events, Freizeittipps, Museen etc.) sind online und geocodiert. Die gesamten Familien-POIs werden mit Google Maps dargestellt. Somit weiß man einfach und schnell was ich in meiner Region mit meiner Familie alles machen kann. Das Beste dabei: Die Empfehlungen und Tipps sind auch besonders hilfreich, weil das Redaktionsteam ausschließlich aus Mummies besteht: Und wer könnte besser wissen was den Kindern gefällt!

Freizeittipps Wien - Quax.at (Pro Suche werden max. 20 POIs dargestellt)
Ideal wären es natürlich, wenn diese Familien-POIs, Events, Ausflugstipps etc. als offene Schnittstelle oder als Widget für alle Familienhotels in Österreich zu nutzen wäre. Eine Win-Win Situation für alle. Bis heute gibt es in Österreich keine ordentliche Freizeitführer für Familien in Englisch! Vielleicht wäre das eine spannende Herausforderung für quax.at. Ich bin jedenfalls gespannt was die innovativen Online-Mummies aus Stockerau noch alles auf Lager haben!

Quax Team
Die neue Schlafstudie deckt auf: Sexflaute in deutschen Hotelbetten!
4. November 2009 at 9:01 pm | In Allgemeines | 2 CommentsIst erholsamer Schlaf wichtiger als guter Sex?
Eine Studie von Westin Hotels & Resorts untersuchte die Schlafgewohnheiten ihrer Gäste. Befragt würde 12.500 Vielreisende in 12 Ländern. Hier kommen die interessantesten Ergebnisse:
- Nein danke. Ich möchte lieber schlafen! Für 55 Prozent der befragten deutschen Vielreiser ist erholsamer Schlaf wichtiger als Sex.
- In neun von zehn Ländern ist Schlaf wichtiger als Sex, außer bei den Kanadiern
- 39 Prozent freuen sich mehr über eine Schlaftablette als ein Stück Schokolade auf ihrem Kopfkissen
- 58 Prozent nehmen ein Schlaf- oder Beruhigungsmittel, wenn Sie im Hotel übernachten
- 46 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass schlechter Schlaf dem Geschäftserfolg schadet
Na dann gute Nacht! Kein Wunder, dass die Geburtenraten in Deutschland so niedrig sind. Als erste Maßnahme würde ich mich fragen, ob die obligatorische “Bibel” im Nachkästchen nicht durch eine anregenderer Lektüre ausgetauscht werden kann. Kamasutra in 5 Schritten oder Kamasutra for Dummies. Wer hat Ideen?
Quelle: Westin Hotels & Resorts, zitiert in: Oscar´s Magazin Nr. 120
Die neue Dramatik im Online-Vertrieb
1. November 2009 at 5:20 pm | In Allgemeines | Leave a CommentTags: hotel österreich, hotelmarketing, informationsquellen, online marketing, online sales, online vertrieb, revenue management, vergleich der distributionskosten, vertriebssteuerung
Die Online-Vertriebs- und Marketingkanäle haben in den letzten Jahren dramatisch zugenommen. Die Vielfalt dieser Möglichkeiten stellt Hotels in Österreich vor neue Herausforderungen.
Die Marketing-Budgets der familiengeführten Hotels in Österreich sind im Vergleich zu anderen Branchen sehr gering. Diese Mittel werden überwiegend im absatz- und vertriebsorientierten Direktmarketing eingesetzt. Das Ziel ist die Generierung von Buchungen und Reservierungen zu gewinnorientiert, budgetierten Preisen.
Die Kosten schwanken je nach Online-Vertriebskanal und können mitunter bis zu 35 Prozent der Verkaufspreise betragen. Die nächste Grafik zeigt die Online-Vertriebskosten diverser Kanäle für die USA. Da sich die Europäische Konzernhotellerie im Wesentlichen davon nicht unterscheidet, ist die Umlegung dieser Ergebnisse auf europäische Verhältnisse prinzipiell zulässig.

Vergleich der Vertriebskosten nach Buchungskanälen
Quelle: Foundation of the Hospitality Sales & Marketing Association International: Demystifying Distribution 2.0, 2008
Aus dieser Abbildung lässt sich erkennen, dass die Buchungen über die eigene Webseite und über Call-Centers am kostengünstigsten sind.
Um eine optimale Auslastung zu erreichen, behalten teurere Online-Vertriebskanäle weiterhin ihre Wertigkeit und müssen von den Hotels in Österreich auch genützt werden. Unter diesen Vorraussetzungen ist Revenue Management (Deckungsbeitragorientierte Auslastungssteuerung) als intelligente Off- & Online-Vertriebssteuerung, die je nach Nachfrage und erzielbaren Preisen die Vertriebskanäle steuert, zwingend erforderlich.
Das zunehmend unüberschaubare Reiseangebot in Österreich in allen (auch den klassischen) Kanälen überfordert den Konsumenten. Er sucht nach Orientierung in den neuen Informationsquellen.
Herstellerinformationen, Werbung, Ratgeber und Medien genießen grundsätzlich ein hohes Vertrauen. Bei der konkreten Entscheidung spielen TV, Radio und Zeitung jedoch nur noch eine geringe Rolle. Subjektive Berichte von Menschen, die konkrete Reise-Erfahrungen/Erlebnisse bereits gemacht haben, gewinnen an Bedeutung.
Online-Hotelbewertungsplattformen und Reise-Communities sind dabei jene Social Media Anwendungen, die subjektive Reiseberichte, Hotelbewertungen, Fotos, Videos und Reisetipps sammeln, archivieren und anderen Reiseinteressierten zeitlich unbeschränkt zur Verfügung stellen. Im Reiseinformationsprozess übernehmen sie eine Art Leuchtturmfunktion und beeinflussen die Reiseentscheidung.
Hotelbewertungen bieten dabei oftmals authentische Zusatzinformationen für den zukünftigen Gast, die über das Hausprospekt und den Webauftritt des Hotels hinausgehen. Die Vermutung liegt nahe, dass sich diese Reise-Kommunikationsräume für intelligentes Online-Marketing der nutzen lassen. Die Erfolgslogik von Hotelbewertungen für das Hotelmarketing erfahren Sie in den nächsten Posts.
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