Was ist Facebook? Und warum ist es für Sie entbehrlich?

30. November 2009 at 10:00 am | In Allgemeines | Leave a Comment
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Nachdem schon fast jede Tourismusregion und jedes namhafte Hotel,  auf Facebook vertreten sind, lohnt es sich genau zu Hinterfragen was Facebook eigentlich ist. Der österreichische Kabaretist Niarani erklärt Facebook sehr amüsant.

Die Frage, die sich für mich nun stellt: Was ist Facebook, bzw. was ist Facebook nicht?

1. Facebook ist keine Marketing-Plattform: Auf Wikipedia steht geschrieben: Facebook ist eine Website zur Bildung und Unterhaltung sozialer Netzwerke”. In privaten Umfeld wird “klassische Werbung” sehr kritisch wahrgenommen.

2. Facebook ist nicht fürs Verkaufen geeignet, sondern eher zur Image-Bildung und zur Kundenbindung. Verkauft wird auf der eigenen Webseite. D. h. die investierte Resourcen wie enormer Zeitaufwand und Kreativität dürfen nicht mit Umsatz und Buchungen bewertet werden.

3. Die Reichweite und Größe von Facebook ist global enorm, wird lokal aber massiv überschätzt. Für die Hotellerie relevante Zielgruppe von über 30 in Österreic beträgt 409.380 Personen, in Deutschland sind es 1.982.140. Wobei wir wiederum vorsichtig sein müssen, dieses Potenzial zu beurteilen. Die Frage ist wie oft schauen Sie auf Facebook und können Botschaften empfangen und bei wie viele Accounts sind schon längst wieder verstaubt.

4. Es gilt kritisch zu sein und den Hausverstand zu benutzen. Social Media ist bei weitem nicht so unentbehrlich wie manche Berater gerne tun. Social Media ist die Zukunft, oder die Kür im Online-Marketing Mix.

5. Zuerst kommt die Pflicht: Erst dann wenn Sie eine optimierte Webseite mit guten Inhalten erstellt haben, günstige Anfragen über Suchmaschinenmarketing generieren, sich aktiv um gute Online-Hotelbewertungen bemühen und Ihr Online-Geschäft schon gut funktioniert, können Sie über Social Media nachdenken. Vorher ist es reine Zeitverschwendung. Benutzen Sie jene Hebel, die sich am stärksten und unmittelbar auf Ihren Umsatz auswirken. Und da kann ich Sie beruhigen. Dazu gehört Facebook und Co. mit Sicherheit nicht dazu.

6. Haben Sie schon von Best-Practise Beispielen auf Facebook gehört? Oder hat schon ein Hotelliere viele Anfragen und Buchungen über eine Facebook-Fanseite erhalten?

Wenn das nicht der Fall ist, sollten Sie sich besser auf Suchmachinenmarketing und Suchmaschinenoptimierung beschäftigen, dort sind die größten Erfolgspotenziale zu heben.

Wie IKEA FACEBOOK nutzt und warum eine Facepage nicht der Weißheits letzter Schluss sein kann!

28. November 2009 at 1:27 pm | In Allgemeines | Leave a Comment
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Facebook wird das zweite “Second Life” – könnte man vermuten. Mit der gleichen Leidenschaft pushen die Agenturen Facebook & Co., wie das damals schon bei “Second Life” der Fall war.

Die meisten empfohlenen Social Media Konzepte erschöpfen sich meistens mit der Erstellung einer Fanpage mit standardisierten Layouts, Funktionen und Empfehlungen. Diese Tools lassen sich ja nett in ein Paket anbieten und standardisiert verkaufen. Nur… der Erfolg lässt sich nicht standardisieren. Der schwierigste Part um Social Media erfolgreich sein zu lassen wird gerne an die Kunden ausgelagert. Diese sind damit meistens überfordert, denn es fehlt ihnen an der durchschlagenden Idee oder Kreativität und stellt sich kein schneller Erfolg ein, kann Ihnen schnell Sie schnell die Lust am “Produkt Social Media” vergehen.

Online-Angenturen verkaufen, weil Sie müssen. Kunden ziehen nach, weil Sie müssen.

Weil ihr Konkurrent schon auf Facebook ist, weil man von Facebook überall liest und somit die “Angst bei etwas Großem nicht dabei zu sein” unerträglich wird. Schnelle und oberflächliche Rezepte (in Form einer Facebook-Fanpage) sind dabei eine tolle Möglichkeit sein unruhiges Gewissen zu befriedigend und beim nächten Branchentreffen aus voller Brust zu verkünden: “Ja, wir haben jetzt auch eine Facebook-Fanseite!”

Es wird zuwenig in Smartware investiert!

Die Geschwindigkeit mit der sich unsere Gesellschaft weiterentwickelt frisst unsere Kreativität. Der Leistungsdruck in den Agentur- und Kundensystemen fördert geradezu rezeptartiges, standardisierte Denken auf Facebook – Fanpages. Leider wird gerade auf Kunden- und Agenturseite an den Resourcen für “Denkarbeit und Ideenfindung”, der Smartware gespart. Doch gerade die Social Media Spielwiese offenbart viele Anknüpfungspunkte für kreative, witzige und innovative Kampagnen, die Facebook Fans, Freunden oder Konsumenten ausgezeichnet erreichen. Und das hat IKEA in bester Maniere umgesetzt.

Tagvertising auf facebook von Ikea – Erfolgreich um die Ecke denken!

Zur Feier der Filialeröffnung in Malmö hat IKEA eine innovative Facebook-Kampagne gestartet. Dafür hat IKEA ein Profil des Filialleiters Gordon Gustavsson erstellt.

Profil Gordon Gustavsson ikea-kampagne-auf-facebook

Profil Gordon Gustavsson: Ikea Kampagne auf Facebook

Über das Profil von Gordon Gustavson wurde innerhalb von zwei Wochen insgesamt 12 Fotos von Ausstellungsräumen des neuen Stores hochgeladen. Die ersten Nutzer, die ein auf dem Bild zu sehendes Möbel mit ihrem Namen taggten, bekamen das Möbelstück gratis.

A Kampagne - Tagvertising auf Facebook

IKEA Kampagne - Tagvertising auf Facebook

Die IKEA-Aktion ist inzwischen weltweit bekannt, und die bisher leer ausgegangenen Facebook-Nutzer fordern stets neue Bilder von dem Filialleiter. Aus meiner Sicht eine gelungen Kampagne, die erstmals die uniquen Features, wie “Personen auf Bildern zu markieren und die anschließend auch eine Nachricht erhalten” nützen und somit den Buzz unterstützen. Oder kennt wer von euch eine erfolgreiche Facebook Kampagne, die über das Sammeln einer großen Anzahl von Freunden hinausgeht?

Hier kommt das IKEA-Video zur Facebook-Kampagne:


Erfolgspotenziale von Social Media in der Hotellerie am Fallbeispiel von Online-Hotelbewertungen der Falkensteiner Hotels

24. November 2009 at 10:24 am | In Allgemeines | Leave a Comment
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„Dirtiest Hotels 2009“, diesen Titel vergab Tripadvisor.com an die schmutzigsten US-Hotels. Für diese Wahl waren die Online-Hotel-bewertungen der Nutzer ausschlaggebend[1]. Dieses Beispiel zeigt, welche Auswirkungen sich im schlimmsten Fall für Hotels ableiten lassen und wie Konsumenten die neuen Möglichkeiten von Social Media[2] am Beispiel von Online-Hotelbewertungen nutzen.

Mittlerweile sind 47 Prozent der deutschen Internetnutzer in sozialen Netzwerken wie Facebook, StudiVz oder Xing vertreten. Unter den 14 – 29-Jährigen Usern liegt der Anteil bei 89 Prozent[3]. Diese Ergebnisse zeigen, wie stark Social Media das tägliche Leben prägt. Social Media macht den Konsument vom passiven Empfänger, zum Dialogpartner auf gleicher Augenhöhe. Der Konsument verfügt über wirksame Kommunikationsmittel, die für oder gegen Marken eingesetzt werden können. Marsden und Oettinger skizzieren die möglichen Konsequenzen sehr deutlich: “Consumer blogs, forums and review sites give consumer a global voice that can determine the fate of a brand.”[4].

Die Chancen und Gefahren von Social Media bekommen Unternehmen drastisch zu spüren. Das Beispiel Jako[5] zeigt, wie ein kritischer Blogeintrag und eine falsche Reaktion sich zu einer nationalen PR-Krise für das Unternehmen führen können[6]. Führende US Online-Forschungsinstitute gehen davon aus, dass im Jahr 2012 70 Prozent der deutschen Bevölkerung (57 Millionen) online sein werden[7]. Vor diesem Hintergrund wird erkennbar, welche Rolle die „Generation Upload“ und Social Media in den Online-Marketingstrategien der Zukunft einnehmen werden.

Millionen Reisende suchen und buchen online, vernetzen sich mit Gleichgesinnten und tauschen sich über ihre Reiseziele aus. Beziehungsorientierte Webangebote wie Reise- Communities, (tripsbytips.com, qype.com) oder Bewertungsportale (tripadvisor.com, holidaycheck.com) sind sehr beliebte Informationsquellen. 61 Prozent der Deutschen halten Erfahrungsberichte von anderen Menschen über Urlaubsreisen oder Produkte für wichtig oder sehr wichtig[8].

Neben dem Mehrwert für Reiseinteressierte auf Informationssuche etablierten Hotelbewertungsplattformen ein erfolgreiches Geschäftsmodel mit dem Verkauf von Hotelzimmern und Pauschalreisen. 9,69 Millionen Besuchern verzeichnete holidaycheck.de im August 2009[9]. Tripadvisor.com, das weltweit größte Hotelbewertungsportal, erreicht laut eigenen Angaben monatlich 20 Millionen eindeutige Besucher[10]. Hotelbewertungsplattformen zeigen den immensen Einfluss des aktiven Konsumenten und die dadurch entstehenden Marktkräfte. Die Marktkräfte in der Hotellerie verschieben sich zusehends zugunsten des Gastes.

Das Problem

Der zunehmende Verdrängungswettbewerb, das schlechte Wirtschaftsumfeld und immer kürzere Buchungszyklen stellen die Hotellerie vor neuen Herausforderungen. Kotler stellt fest, dass die meisten Branchen der westlichen Verbrauchermärkte an Überkapazitäten leiden.

Nicht die Hotels sind knapp, sondern die Gäste. Dies führte zu massiven Rückgängen der globalen Hotelumsätze in der ersten Hälfte des Jahres 2009.

Globale Hotelumsätze 2009

Globale Hotelumsätze im ersten Halbjahr 2009

OCC = Auslastung; ADR = Zimmerrate; RevPAR = Umsatz pro Zimmer, Europe based on Euro, all other regions in USD

Quelle: Smith Travel Research 2009

Während zu Zeiten des Verkäufermarktes das Hotel auf Gästefang ging, hat sich das Bild gewandelt. Es ist nun der Konsument, der sich das passende Hotel aussucht, seine Wünsche mitteilt und darüber entscheidet, ob das Hotel Werbematerial schicken darf oder nicht[1]. Der selbstbewusste Konsument kommentiert, kritisiert, lobt, verreißt, vergleicht, empfiehlt und warnt. Dadurch stößt das klassische Marketing an seine Grenzen[2].

Dem Konsument fällt es heutzutage leicht Reiseangebote über OTAs (Online Travel Agencies) und Reise-Suchmaschinen zu vergleichen. Im Massenmarkt führt die neue Transparenz und Vergleichbarkeit zur Konzentration auf den Preis als dominates Unterscheidungsmerkmal aus Gästesicht. Das Internet hat im Reisebereich die „Schnäppchen-Mentalität“ gefördert und stellt viele Betriebe ohne professionelles Yield Management[1] vor die Frage: Leere Zimmer oder unrentabler, schneller Abverkauf im Internet? Was als Einzelaktion zur Deckung von Buchungslöchern und Fixkosten durchaus Sinn macht, birgt langfristig die Gefahr des Konkurses.

Differenzierung und bewiesene Qualitätsversprechen sind demnach der einzige Ausweg aus der Abwärts-Preisspirale. Kundenbewertungen sind dabei eine Möglichkeit direkt am Point of Sales, Konsumenten eine wertvolle und glaubwürdige Entscheidungsgrundlage zu bieten. Der Schluss liegt somit nahe, dass Kundenbewertungen als probates Mittel genutzt werden können, sich von der Masse der Mitbewerber abzuheben, das eigene Qualitätsversprechen glaubhaft zu kommunizieren und somit einen höheren Preis am Markt zu rechtfertigen.

Meine Diplomarbeit erläutert, wie Social Media das Empowerment der Konsumenten vorantreibt und welche Konsequenzen für Hotellerie und deren Online-Marketing-Strategie ableitbar werden. Am Beginn der Arbeit wird die dynamische Entwicklung des Online-Reisemarktes beleuchtet. Anschließend geht diese Diplomarbeit Social Media und deren Anwendungen ein.

Das Modell des Consumer Empowerment 2.0 beschreibt in weitere Folge die neue Marktkraft des Konsumenten und dessen Möglichkeiten diese für oder gegen Unternehmen auch einzusetzen. Als Beispiel der praktischen Nutzung dieser neuen Marktkräfte wird die  Verwertung von Online-Hotelbewertung am Beispiel der Falkensteiner Hotels erörtert. Die Leitfragen meiner Diplomarbeit sind:

  • Lassen sich durch die Integration der Holidaycheck-Bewertungswidgets[1] in den eigenen Webauftritt Conversion-Steigerungen bei den Anfragen erzielen?
  • Wie kann ein proaktiver Umgang mit Hotelbewertungen in einem Unternehmen umgesetzt werden?
  • Welche weiteren Hilfsmittel stehen zur Verfügung um Gäste bei der Abgabe von Bewertungen zu motivieren?

Hier können Sie meine gesamte  Arbeit online bestellen: “Erfolgspotenziale von Social Media in der Hotellerie” . Die Diplomarbeit wurde im Rahmen des DDA – Fachwirt Online Marketing Studium BVDW in München mit “sehr gut” bewertet.


[1] Deckungsbeitragsorientierte Auslastungsoptimierung

 


[1] vgl. Kotler, Jain, Maesincee, 2002

 

[2] vgl. Giger, 2005


[1] vgl. tripadvisor.com, 2009

 

[2] Webbasierter Services, die auf den Aufbau sozialer Netzwerke sowie auf die aktive Erstellung und Verteilung von Informationen abzielen, siehe Kapitel 3.1

[3] vgl. TNS Emnid, 2009

[4] Marsden, Oetting, 2006

[5] Deutscher Hersteller von Sportbekleidung

[6] vgl. Handelsblatt online, 2009

[7] vgl. eMarketer, 2008

[8] vgl. TNS Emnid, 2009

[9] vgl. IVW online, 2009

[10] vgl. Google Ad Planner, 2009


[1] Mit den Holidaycheck-Bewertungswidgets können die aktuellsten Holidaycheck Bewertungen in den eigenen Webauftritt integriert werden.

 

Online-Kundenempfehlung & Hotelbewertungen: Eine Bestandsaufnahme

23. November 2009 at 8:10 pm | In Allgemeines | 2 Comments
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Online-Kundenempfehlungen haben sich als wichtige Social Media Funktion etabliert. Der Gäste verlässt sich immer weniger auf die Versprechen der Hotels sondern bringt bei der Online-Buchung ein großes Maß an Skepsis mit.

Rund 66 Prozent aller User haben schon einmal einen Web-Shop verlassen, da dieser ihnen zu wenig vertrauenswürdig erschien[1]. Trotz ihres Interesses wurden diese Kunden nicht zum Käufer. Dem Problem der Kaufzurückhaltung könnten Kundenbewertungen und Online-Hotelbewertungen als vertrauensbildende Maßnahmen entgegenwirken. Die folgenden Studienergebnisse belegen diese Aussage:

  • Bewertungen erhöhen die Zufriedenheit beim Einkauf um 21 Prozent und die Kundenbindung um 18 Prozent[2].
  • Von 2.000 Käufern fanden 92 Prozent die Beurteilungen durch andere Kunden “äußerst hilfreich” oder “sehr hilfreich“[3]
  • 71 Prozent der Onlinekäufer lesen Beuteilungen, davon lassen sich 77 Prozent bei der Kaufentscheidung beeinflussen[4]
  • Eine Studie aus den USA (Universität von Nebraska) brachte die Erkenntnis, dass alleine das Vorhandensein authentischer Kundenmeinungen den Umsatz um bis zu 26 Prozent steigern kann[5].
  • 91 Prozent nennen von Kunden generierte Inhalte als die wichtigsten Informationsgrundlage bei der Kaufentscheidung[6]

Hotelbewertungsplattformen zeigen den immensen Einfluss des aktiven Konsumenten und die dadurch entstehenden Marktkräfte. Die Marktkräfte in der Hotellerie verschieben sich zusehends zugunsten des Gastes. Buhalis argumentiert: Never before consumers have had as much power as they have today and never before could consumers influence their tourism product more than in the 21st century[1].


[1] vgl. Buhalis, 2003, S. 326

 


[1] vgl. Internet World Business, Trendscout, August 2007

 

[2] vgl. Foresee Results Study, Januar 2007

[3] vgl. eTailing Group, 2008

[4] vgl. Forrester & Jupiter Research, 2008

[5] vgl. Kuban, 2008

[6] vgl. JC Williams Group, 2006

Social Media II: Die Erfolgslogik oder wie man Kommunikation neu denkt!

22. November 2009 at 5:46 pm | In Allgemeines | Leave a Comment
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Wir alle beobachten gerade eines der größten sozialen Experiment der Menschheitsgeschichte: Social Media. Ein neuer Spielplatz von Freunden, Bekannten, Ideen, Gefühlen, neuen Wachstumspotenzialen und gefährlichen Fallen.

In interssanten Gesprächen mit elements.at und Bader Berger Hermes haben für mich folgende Leitgedanken so Social Media herauskristallisiert:

- Social Media ist eine Einstellung
Authenzität, Glaubwürdigkeit und Dialogfähigkeit sind zentrale Werte, die zukunftsfähige Unternehmen als Basis ihres Handelns ansehen und über die Grenzen der Marketing und PR Abteilung hinausgehen. Ein aktive Engagement in Facebook ist nur die Spitze des Eisberges. Eine Facebook-Fanpage ist in 30 min eingerichtet, das kann jedes Kind.

Viel schwieriger ist es, Social Media als Einstellung, als Kommunikationsprinzip ins Unternehmen zu tragen. Mitarbeiter und Kollegen zum Mitarbeiten zu begeistern. Gäste online zu betreuen, Sie zu inspirieren und zu unterstützen, das sind die großen Herausforderung!

- Teile und Herrsche
Neue Geschäftsmodelle, die  in der Old Economy wahrscheinlich nur einen Lacher wert gewesen wäre, haben besonders Google enorm erfolgreich gemacht. Dabei folgen Sie einer völlig neuen Erfolgslogik. Informationen werden geteilt, Netzwerke geschaffen. Die Schnellen haben verstanden, das jene erfolgreich sein werden, die starke Netzwerke aufbauen, Standards schaffen und die Plattformen der Zukunft aufbauen, auf deren Basis bei Sie Daten und Informationen freizügig teilen und eine echten Mehrwert schaffen.

Besonders interessant ist die Frage, wie man was am besten sagt bzw. Wo liegt die Grenze zwischen Selbstdarstellung,  Kommunikation unter Freunden und Werbung? Dazu kann ich euch ein nettes Beispiel geben. Auf meine Ankündigung der Teamtage in den Falkensteiner Hotels in Kroatien habe sich einige meiner Ex-Studienkollegen gemeldet. Wie das kleine Beispiel zeigt, wird hier mit anderen Maßstäben gemessen.  Wir alle müssen Kommunikation neu Denken, probieren lernen und nach Misserfolgen wieder aufstehen.

 Beispiel  Wo beginnt Werbung auf Facebook?

Beispiel: Wo beginnt Werbung auf Facebook?

Social Media I: Die fundamentalen Triebkräfte des Wandels

18. November 2009 at 9:12 pm | In Allgemeines | Leave a Comment
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Nichts zeichnet den Menschen mehr aus als die Fähigkeit zur “Fantasie”. Der Mensch ist ein Meister wenn es darum gehts seine eigene Wirklichkeit zu konstruieren.  Der unerschütterliche Glaube und Phänomenen und Visionen, egal ob von den großen Weltreligionen, Mentalcoaches oder NLP-Trainern sind mit rationalen Denkmustern nicht zu belegen.

Ebenso wenig ist der unerschütterliche Glaube an Social Media Marketing rational begründet. Allein in den letzten 6 Monate hat sich der Klickpreis für Facebook Ads mindestens verdreifacht. Nach Second Life wird momentan die Social-Media Sau durchs Dorf getrieben.

Alle machen mit. Wenige habens verstanden. Und noch weniger haben adequat reagiert. Wo man auch hinsieht, wird oftmals Mittel und Zweck verwechselt. Der Hausverstand wird von der unglaublichen Größe von Facebook (als 325 Millionen Mitgliedern) überwältigt.

Doch der enorme Erfolg von Facebook ist nur einer von vielen Entwicklungen, die insgesamt einen fundamentalen Wandel im Machtgefüge zwichen Verkäufern und Käufern andeuten. Das Model des Consumer Empowerment 2.0 beschreibt die Triebkräfte des Wandels:

  • Konsumenten generierte Inhalte

Jeder kann Autor, Journalist, Filmemacher, Werber oder Händler werden. Benutzerfreundliche Social Media Anwendungen und schnelle Breitband-Verbindungen erlauben die Einbindung von Text-, Bild-, Ton- und Video-Inhalten. Konsumenten wird es dadurch ermöglicht, eigene Inhalte zu veröffentlichen und einer breiten Masse zu präsentieren.

  • Digitalisierung von sozialen Netzwerken

Der gestiegene Vernetzungsgrad der Konsumenten fördert das Consumer Empowerment. Unter der Digitalisierung von sozialen Netzwerken versteht man die Übernahme, Pflege und Erweiterung von Kontakten im virtuellen Raum, durch die neuen Social Media Anwendungen. Digitale Netzwerke, sind demnach die Infrastruktur für den Informationsaustausch der Konsumenten im Internet.

Online-Kontaktnetzwerke beruhen dabei auf dem Small-World-Phänomen nach Milgram. Dieses Modell besagt, dass die Mitglieder eines Netzwerkes über eine geringe Anzahl an Kontaktpersonen verbunden sind, obwohl sie sich untereinander noch nicht kennen. Diesen Effekt nutzen Online-Communities mittels moderner Kommunikations-technologien.

Online Communities im Überblick (USA/Deutschland nach Nutzer)

Service Bereich Nutzer
USA
Facebook College/High School students 300.000.000
MySpace General 263.920.102
Habbo General for teens 117.000.000
Friendster General 90.000.000
Twittter General. Micro-blogging, RSS, updates 44.500.000
LinkedIn Business 43.000.000
Flickr Photo sharing 32.000.000
Last.fm Music 30.000.000
Deutschland
Studivz University students, mostly in the German-speaking countries 15.000.000
XING Business (primarily Germany, Austria, Switzerland) 7.000.000

Quelle: Eigene Darstellung, Daten entnommen von wikipedia, http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_social_networking_websites, Stand 02.10.2009


  • Digitalisierung der Mundpropaganda

Mundpropaganda, definiert als informelle Kommunikation im Freundes- und Bekanntenkreis, wurde bereits 1967 von Arndt behandelt. Unter der Digitalisierung von Mundpropaganda, versteht man die Online-Archivierung von subjektiven Meinungen, Erfahrungen und Bewertungen, die für ein weltweites Publikum frei zugänglich sind.

Studien aus den USA und Großbritannien ergaben, dass die Weiterempfehlungsrate (NPS – net promoter score) auf verlässliche Weise das Unternehmenswachstum voraussagen kann. Mundpropaganda wirkt sich außerdem nachhaltig auf die Kaufentscheidung aus. Eine DoubleClick Studie mit mehr als 5.000 Befragten stellte fest, dass Mundpropaganda in allen Ländern einen hohen Einfluss auf die Kaufentscheidung ausübt.

Während Anwendungen wie Produktbewertungsplattformen (z. B. ciao.com) schon länger am Markt sind, entwickeln sich Bewertungsmöglichkeiten in Social Media Anwendungen zum Massenphänomen. Benutzerfreundliche Anwendungen erleichtern das Abgeben von Bewertungen. In Verbindung mit effizienten Such- und Relevanzsystemen, wie Bewertungsplattformen, Produktsuchmaschinen oder Blogs, finden Konsumenten einfach und schnell die gewünschten Meinungen und Erfahrungen.


  • Virusartige Verbreitungsgeschwindigkeit

Durch die Kommunikationsstrukturen des Internet sowie den neuen Social Media Anwendungen wird das soziale Netzwerk feinmaschiger. Informationen verbreiten sich epidemieartiger und unkontrollierbarer als bisher.

Nach Willmott erreicht eine Nachricht im Internet Innerhalb von 20 Zeiteinheiten bereits die doppelte Anzahl von Kontakten im Vergleich zu alten Netzwerk. Kleine Proteste im Netz können sich binnen kurzer Zeit zu einer Sturmflut hochschaukeln. Dabei ist besonders jener Moment entscheidend, in dem die online oder traditionelle Presse die Geschichte aufgreift. Bisherige Beispiele von viralen Effekten in der Blogosphäre bestätigen diese Theorie (siehe das Beispiel Jako, Kapitel 1.1). Andererseits kann die unentgeltliche Multiplikatorwirkung durch die schnelle Diffusionsgeschwindigkeit von Informationen im Internet, zur Steigerung der Markenbekanntheit genutzt werden.


  • Relevanz- und Suchsysteme

Unter Relevanz- und Suchsystemen versteht man Anwendungen, die das Finden von Informationen unterstützen bzw. Nutzer durch Empfehlungen auf relevante Inhalte aufmerksam machen.

Ein Unternehmen kann somit immer weniger direkt beeinflussen, welche Inhalte auf der ersten Suchergebnis-seite angezeigt werden. Dieses Phänomen ist ein typisches Beispiel, wie Unternehmen durch Social Media zunehmend die Kontrolle über ihre Marke und der öffentlichen Kommunikation verlieren. Eine Studie von Nielsen hat ergeben, dass „user-generated content“ bereits 25 Prozent der ersten Suchergebnisse von großen Marken ausmacht.

Eine Klick-Analyse des BVDW ermittelte, dass gerade Suchergebnisse auf den ersten Plätzen besonders viel Aufmerksamkeit bekommen. Auf diesen ersten Suchergebnissen sollte die Marke daher in einem positiven Licht dargestellt werden.

BVDW Google Klickanalyse

BVDW Google Klickanalyse, 2008


[1] vgl. Nielsen Global Online Consumer Survey, 2009

 

Detailiert nachzulesen in meiner Diplomarbeit: Erfolgspotenzial von Social Media in der Hotellerie

Im Context dieser Entwicklung, wird deutlich, dass Facebook nur die Spitze des Eisberges sein kann. Im nächsten Teil der Artikelserie geht es dann um die praktichen Ableitungen für ihr Hotel.

Viele Wege führn nach Rom, doch nur einer führt zum DDA Fachwirt Online Marketing BVDW

16. November 2009 at 10:10 am | In Allgemeines | 4 Comments
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Alle Wege führen nach Rom, lautete ein altes Sprichwort. (Fast) alle Wege führn zu Google, lautet die Maxime im Online Markting . Doch wie lautet die Maxime im Bereich des Online Marketing Studium im deutschsprachigen Raum?

Nach den “Neun härtesten Monaten meines Lebens”, wie unser Studiengangsleiter Prof. Hans Jörg Zimmerman zu sagen pflegte, kann ich nun ein Fazit ziehen. Und das lautet: Alle Wege führn zum Fachwirt Online Marketing BVDW.

Nach 42 Vorlesungstagen, 21 Wochenenden in München, 15 Referenten, mehr als 200 Stunden Anreise Wien – München, Projektarbeit für cosmosdirekt.de, Diplomarbeit, mündliche Prüfung und nicht zuletzt  8.000 € Studiengebühren und 3.500 € Reisespesen, wahrliche eine Herausforderung für Körper, Geist und Brieftasche. Eine berufsbegleitendes Studium ist eben kein Kindergeburtstag!

Umso größer war unsere euphorische Freude als wir am 13. November 2009 im Parkhotel Gütersloh unsere DDA-Diplome überreicht bekamen. Der Schlüssel zum auserwählten Kreis der DDA – Alumnis, die sich in der digitalen Wirtschaft inzwischen einen sehr guten Namen gemacht haben. Nach der offiziellen Eröffnung von Dr. Holland, Herrn Fortmann uvm. wurden wir abwechselnd mit einen Gang des Abendessen und einer Verleihung unterhalten.

Party - Fachwirt Online Marketing BVDW 2009 - Gütersloh

Müncher Runde - Fachwirt Online Marketing BVDW 2009 - Gütersloh

Nach und nach entwickelte sich der Abend von einer stimmungsvollen Feier zu einem rauschenden Fest. Die Freude kannte keine Grenzen, wie uns Ertan mit seinen geliehen Ehrenpreis von Erwin Hof (beste Diplomarbeit, bester Student München) eindrucksvoll bestätigt.

Ertan mit Diplom - Fachwirt Online Marketing - Gütersloh 2009

Ertan mit Diplom - Fachwirt Online Marketing - Gütersloh 2009

Die großzügige Einladung auf Freigetränke fand bei den frisch gebackenen Fachwirten regen Anklang und wurde auch euphorisch in Anspruch genommen. Die Party dauert bis in die frühen Morgenstunden, gegen 4:00 Uhr wankte ich ins Bett.

Wenn ich nun die letzten 9 Monate zurückblicke kann ich zu meinem Online Marketing Studium sagen:

- Ich hatte hochkarätige Vortragende aus der Praxis, meist Agenturchefs oder Bereichsleiter. Als Profis die ihr Geschäft sichtig verstehen. Sie haben uns den neuesten Stand sowie die Erfolgslogik für ihr jeweiligen Online-Marketing Bereich nähergebracht. Anhand von Cases und Fallbeispiele wurde vor allem praktische Aspekte und Anregungen für die eigenen Umsetzung gegeben. Wo kommt man sonst so einfach die Creme de la Creme der dt. Online Wirtschaft ran?

- Besonders positiv ist die kleine Gruppengröße und persönliche, familiäre Atmosphäre unter den Studenten und im Dialog mit den Referenten. Wir aus München ware 11 Studenten. Somit hatten wir alle die Gelegenheit viele Fragen zu stellen und bei Praxisbeispielen unser eigenen Unternehmen einzubinden. Diese praktischen Learnings (zB. Seo Analyse der eigen Webseite) haben die Studiengebühren für unsere Arbeitgeber mit Sicherheit schon eingespielt.

Wer also in der Zukunftsbranche arbeiten möchte und in möglichst kurzer Zeit professionelles, praxisnahes Online-Marketing Wissen aufbauen möchte, kann ich das Studium jederzeit sehr ans Herz legen. Vor allen hat das Studium schon einen guten Ruf in der Wirtschaft, somit sollten Gehaltsverhandlungen auch einen positiven Verlauf nehmen. :-)

DDA-Verleihung Fachwirt Online Marketing gütersloh 131109

DDA-Verleihung Fachwirt Online Marketing - Studiengang München 2009

Copyright: Bärbel Edel – Marketing Kitchen

Für weitere Informationen und authentischen Erfahrungsberichten könnt ihr euch jederzeit bei mir melden oder einfach auf die Facebook - DDA Fachwirt Online Marketing BVDW – Connect schauen.

Ab in die Nische: Wie Familienhotels von quax.at profitieren:

11. November 2009 at 6:11 pm | In Allgemeines | Leave a Comment
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Special-Interest Communities sind in aller Munde. Hier darf ich mal zur Abwechslung eine richtig hilfreiche vorstellen: Für Anwender als auch für Werber; Quax.at: Das Österreichische Portal für geocodierte Informationen rund um das Thema Familie.

Quax.at zeigt für mich eindrucksvoll wie durch einen klare Spezialisierung auf Familien in Kombination mit innovativer Kartentechnologie (auf Basis von Goolge Maps), ein echter Mehrwert für Familien geschaffen wird. Mitunter ist die hochwertige Familienzielgruppe für Hotels und Regionen auch interessant:

  • ca. 70.000 UU im Monat
  • 82 Prozent davon sind Frauen
  • 75 Prozent sind zwischen 30 – 40 Jahre
  • 72 Prozent haben 1-2 Kinder
  • 55 Prozent haben Kolleg- oder Hochschulabschluss

Quelle: Mediadaten quax.at, November 2009

Mehr als 6000 Familien-POIs aus Österreich (Hotels, Events, Freizeittipps, Museen etc.) sind online und geocodiert. Die gesamten Familien-POIs werden  mit Google Maps dargestellt. Somit weiß man einfach und schnell was ich in meiner Region mit meiner Familie alles machen kann. Das Beste dabei: Die Empfehlungen und Tipps sind auch besonders hilfreich, weil das Redaktionsteam ausschließlich aus Mummies besteht: Und wer könnte besser wissen was den Kindern gefällt!

Freizeittipps Wien - Quax.at

Freizeittipps Wien - Quax.at (Pro Suche werden max. 20 POIs dargestellt)

Ideal wären es natürlich, wenn diese Familien-POIs, Events, Ausflugstipps etc.  als offene Schnittstelle oder als Widget für alle Familienhotels in Österreich zu nutzen wäre. Eine Win-Win Situation für alle. Bis heute gibt es in Österreich keine ordentliche Freizeitführer für Familien in Englisch! Vielleicht wäre das eine spannende Herausforderung für quax.at. Ich bin jedenfalls gespannt was die innovativen Online-Mummies aus Stockerau noch alles auf Lager haben!

Quax Team

Quax Team

Die neue Schlafstudie deckt auf: Sexflaute in deutschen Hotelbetten!

4. November 2009 at 9:01 pm | In Allgemeines | 2 Comments

Ist erholsamer Schlaf wichtiger als guter Sex?

Eine Studie von Westin Hotels & Resorts untersuchte die Schlafgewohnheiten ihrer Gäste. Befragt würde 12.500 Vielreisende in 12 Ländern.  Hier kommen die interessantesten Ergebnisse:

     

  • Nein danke. Ich möchte lieber schlafen! Für 55 Prozent der befragten deutschen Vielreiser ist erholsamer Schlaf wichtiger als Sex.
  • In neun von zehn Ländern ist Schlaf wichtiger als Sex, außer bei den Kanadiern
  • 39 Prozent freuen sich mehr über eine Schlaftablette als ein Stück Schokolade auf ihrem Kopfkissen
  • 58 Prozent nehmen ein Schlaf- oder Beruhigungsmittel, wenn Sie im Hotel übernachten
  • 46 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass schlechter Schlaf dem Geschäftserfolg schadet

Na dann gute Nacht! Kein Wunder, dass die Geburtenraten in Deutschland so niedrig sind. Als erste Maßnahme würde ich mich fragen, ob die obligatorische “Bibel” im Nachkästchen nicht durch eine anregenderer Lektüre ausgetauscht werden kann. Kamasutra in 5 Schritten oder Kamasutra for Dummies. Wer hat Ideen?

Quelle: Westin Hotels & Resorts, zitiert in: Oscar´s Magazin Nr. 120

Die neue Dramatik im Online-Vertrieb

1. November 2009 at 5:20 pm | In Allgemeines | Leave a Comment
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Die Online-Vertriebs- und Marketingkanäle haben  in den letzten Jahren dramatisch zugenommen. Die Vielfalt dieser Möglichkeiten stellt Hotels in Österreich vor neue Herausforderungen.

Die Marketing-Budgets der familiengeführten Hotels in Österreich sind im Vergleich zu anderen Branchen sehr gering. Diese Mittel werden überwiegend im absatz- und vertriebsorientierten Direktmarketing eingesetzt. Das Ziel ist die Generierung von Buchungen und Reservierungen zu gewinnorientiert, budgetierten Preisen.

Die Kosten schwanken je nach Online-Vertriebskanal und können mitunter bis zu 35 Prozent der Verkaufspreise betragen. Die nächste Grafik  zeigt die Online-Vertriebskosten diverser Kanäle für die USA. Da sich die Europäische Konzernhotellerie im Wesentlichen davon nicht unterscheidet, ist die Umlegung dieser Ergebnisse auf europäische Verhältnisse prinzipiell zulässig.

Vergleich der Vertriebskosten nach Buchungskanälen

Vergleich der Vertriebskosten nach Buchungskanälen

Quelle: Foundation of the Hospitality Sales & Marketing Association International: Demystifying Distribution 2.0, 2008

Aus dieser Abbildung lässt sich erkennen, dass die Buchungen über die eigene Webseite und über Call-Centers am kostengünstigsten sind.

Um eine optimale Auslastung zu erreichen, behalten teurere Online-Vertriebskanäle weiterhin ihre Wertigkeit und müssen von den Hotels in Österreich auch genützt werden. Unter diesen Vorraussetzungen ist Revenue Management (Deckungsbeitragorientierte Auslastungssteuerung) als intelligente Off- & Online-Vertriebssteuerung, die je nach Nachfrage und erzielbaren Preisen die Vertriebskanäle steuert, zwingend erforderlich.

Das zunehmend unüberschaubare Reiseangebot in Österreich in allen (auch den klassischen) Kanälen überfordert den Konsumenten. Er sucht nach Orientierung in den neuen Informationsquellen.

Herstellerinformationen, Werbung, Ratgeber und Medien genießen grundsätzlich ein hohes Vertrauen. Bei der konkreten Entscheidung spielen TV, Radio und Zeitung jedoch nur noch eine geringe Rolle. Subjektive Berichte von Menschen, die konkrete Reise-Erfahrungen/Erlebnisse bereits gemacht haben, gewinnen an Bedeutung.

Online-Hotelbewertungsplattformen und Reise-Communities sind dabei jene Social Media Anwendungen, die subjektive Reiseberichte, Hotelbewertungen, Fotos, Videos und Reisetipps sammeln, archivieren und anderen Reiseinteressierten zeitlich unbeschränkt zur Verfügung stellen. Im Reiseinformationsprozess übernehmen sie eine Art Leuchtturmfunktion und beeinflussen die Reiseentscheidung.

Hotelbewertungen bieten dabei oftmals authentische Zusatzinformationen für den zukünftigen Gast, die über das Hausprospekt und den Webauftritt des Hotels hinausgehen. Die Vermutung liegt nahe, dass sich diese Reise-Kommunikationsräume für intelligentes Online-Marketing der  nutzen lassen. Die Erfolgslogik von Hotelbewertungen für das Hotelmarketing erfahren Sie in den nächsten Posts.

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